Jahresbericht Mädchenriege 2020

Das Mädchenriegenjahr hat so gestartet wie jedes andere auch. In den Turnstunden wurde fleissig auf den JUSPO geübt und sich Ziele gesetzt die die letzten erreichten Punkte übertrafen. In den Sportferien zeigte sich eine erste Unsicherheit: Grossveranstaltungen wurden untersagt; gilt nun ein JUSPO als Grossveranstaltung? Als dann am 13.3.20 verkündet wurde dass alle in den Lockdown gehen war klar: der JUSPO 2020 würde nicht stattfinden. Der Unterricht war eingestellt und somit auch die Turnstunden für die Mädchen. Wann es weiter gehen würde stand noch in den Sternen. Im Mai kam die lang ersehnte Botschaft: der Unterricht an der Volksschule wird Anfangs Juni im Halbklassenunterricht wieder aufgenommen. Da die erlaubte Maximalzahl an Teilnehmerinnen unsere Gruppen nicht überschritt durften wir unter Einhaltung des Schul- und Vereinsschutzkonzeptes das Training wieder aufnehmen. Die Freude war riesig! Die grossen Mädchen wollten ihren Einsatz in die Vorbereitung auf den JUSPO nicht als unnötig und überflüssig annehmen. So entstand die Idee des CorSpo (Corona-Sporttag) Der Vorteil an diesem Anlass ist, dass alle Mädchen daran teilnahmen, dass sie in der eigenen Halle den Wettkampf bestreiten konnten und dass der Wettkampf auf zwei Turnstunden verteilt wurde. Selbstverständlich wurde dieser Anlass auch mit einer Rangverkündigung gekrönt!

Beide Gruppen gestalteten ihren Jahres-Abschluss in der eigenen Gruppe um die Teilnehmerzahlen einzuhalten. Die Gruppe der jüngeren Mädchen verabschiedete sich von einer ihrer Leiterinnen. Der Sommer stand nun vor der Tür und trotz Unterbruch und weniger Turnstunden freuten sich alle darauf. Nach den Sommerferien konnten die Turnstunden ganz normal aufgenommen werden und beinahe hatten die Mädchen die erlebten Corona Einschränkungen vergessen. In der Gruppe der Kleinen übernahm Carina die Leitung zusammen mit Anita. Sie war den Mädchen bereits bekannt da sie schon Vertretungen übernommen hatte. Zur Freude des Vereines sind in beiden Gruppen die Teilnehmerzahlten stetig gestiegen und immer mehr Mädchen besuchen regelmässig das Training. Im Herbst stiegen die Fallzahlen erneut an so dass wieder Einschränkungen verordnet wurden. So sind sämtliche Weiterbildungen für die Leiterinnen abgesagt worden. Die Massnahmen, weniger Teilnehmer im Sport und Masken-Tragepflicht auf dem ganzen Schulareal schränkten unsere zwei Gruppen nicht ein. So konnten die Mädchen weiter die Turnstunden besuchen. Die Hygienevorschriften schränkten das Turnen nur in so fern ein, dass der Körperkontakt zu vermeiden galt und so die Lektionen anders geplant werden mussten und dabei das Desinfektionsmittel nicht vergessen werden durfte.

Die Hoffnung, das der Turnbetrieb bis zu den Weihnachtsferien aufrechterhalten könnten, platzte. So fielen die letzten Lektionen vor den Ferien aus. So ist auch der geplante Weihnachtsanlass, natürlich erneut in der eigenen Gruppe, ins Wasser gefallen.
Alle sind froh, wenn wir im neuen Jahr wieder mehr gewöhnlichen Alltag erleben dürfen und die Mädchenriege ganz „normal“ stattfinden darf. Das ist nicht ein Vorsatz für das

neue Jahr, eher ein Wunsch für unter den Christbaum und damit es sicher in Erfüllung geht auch noch einen Wunsch an die Heiligen drei Könige.
Es war ein eigenartiges und ungewöhnliches Jahr auf das wir nicht vorbereitet waren und das wir nicht gerne ein Zweites mal durchmachen wollen. Wenn dem aber so sein sollte, sind wir schon besser gestellt und wissen dass wir auch diese Herausforderung bewältigen werden.

An dieser Stelle gilt ein ganz herzliches Dankeschön an die Mädchen, die alle diese Veränderungen ohne grossen Aufschrei angenommen haben und ein noch grösserer Dank an die Leiterinnen für deren Einsatz trotz der widrigen Vorgaben und Umständen. Bewundernswert ist deren Ideen und Innovation um aus der misslichen Lage etwas Unvergessliches und Positives entstehen zu lassen.

Silvia Huder Hauptleitung Jugend
Dezember 2020